Test Sony Vaio VPC-S11M1E Notebook
Für 899 Euro geht ein solide gebautes und mit guten Eingabegeräten bestücktes Office-Notebook über die Ladentheken. Die neue S-Serie ist Nachfolger der eingestellten SR-Serie und soll vor allem Büroambitionen zufrieden stellen. Bei der Motorisierung setzt Sony auf den kleinsten Arrandale Prozessor i3-330 nebst Nvidia 310M.(akku sony vgp-bps8) Ob diese Kennzahlen für einen 13-Zoll-Allrounder genügen, zeigt unser ausführlicher Testbericht.
Das Vermächtnis der SR-Serie. Mit dem neuen Line-Up der Vaio Notebooks(akku sony vgp-bps9) zerteilt Sony die alte SR-Serie in eine S- und eine Y-Serie. Beides sind 13.3-Zoller, die entweder Lifestyle affine Geschäftsleute ansprechen (S-Serie) oder mobilitätsgetriebene Consumer (Y-Serie). Das bisher einzige Modell der Y-Serie VPC-Y11S1E/S.G4 ist dazu mit einem Ultra Low Voltage Prozessor bestückt (Intel Core 2 Duo Prozessor SU7300) und hat kein optisches Laufwerk.
Das vor uns stehende Modell der S-Serie (VPC S11M1E/W.G4 Weiß) nimmt es mit dem Energiesparen nicht ganz so genau. Intel Core i3-330M Prozessor nebst 320 GB Festplatte und Nvidia GeForce 310M bilden die Minimalkonfiguration der neuen Serie. Die größeren Schwestern VPC-S11X9E/B.G4 und VPC-S11V9E/B.G4 unterscheiden sich im Wesentlichen durch ein HSUPA-Modul (7.2 / 5.76 Mbit/s), 500 GB Festplatte und teilweise Core i5-520M CPU.notebookakku
Wie viel Mobilität,(sony vgp-bps9/s akku) Unterhaltung und Vielschreiber-Freuden bekommen Nutzer mit der 899 Euro (UVP) teuren Grundausstattung? Wozu taugt die dedizierte Nvidia GeForce 310M? Reicht es gar für einfache oder ältere Spiele? Alle Antworten in diesem Test.
Gehäuse
Sony schickt uns einen 1.973 Gramm leichten 13.3-Zoller ins Haus. Das Gehäuse ist für die mobilen Absichten angemessen verwindungssteif. Die Handballenauflage überzeugt durch eine hohe Festigkeit und lässt sich an keiner Stelle eindellen. Eine typische Sony Eigenart lässt der rückwärtig angesteckte Akku erkennen: Er wackelt deutlich in seiner Arretierung.(akku sony vgp-bps9/b) Beim Tragen des Laptops klappert der Akkumulator ständig und erinnert uns an seine Existenz.
Die Flächen des Bereiches über den Tasten und der Bodenplatte sitzen fest und biegen an keiner Stelle ein, auch nicht bei stärkerem Druck. Hier wirkt sich die Aluminium-Magnesium Legierung positiv aus,(sony vgp-bps9a/b akku) aus welcher die Bodenplatte besteht. Das Material ist steif, leicht und wirkt durch die harte, metallisch anmutende Oberfläche hochwertig.
Den Deckel halten wir, angesichts seiner flachen Bauform, für angemessen steif. An den Ecken angefasst können wir die Anzeige nur um wenige Grad verbiegen. Leichter Druck auf die Deckel-Fläche provoziert nicht augenblicklich Druckstellen. Die beiden Gelenke, in welche die Displayanzeige eingehangen ist, sind etwas schwammig arretiert.(akku sony vgp-bps2a) Trotzdem steht die Anzeige in jeder Position sicher an ihrem Platz. Bei Erschütterungen, wie sie teilweise bei Zug- oder Autofahrten auftreten, wippt der Deckel leicht nach.
Gelungen ist Sony die Deckel-Oberfläche aus Aluminium. Dieses ist freilich nicht als solches zu erkennen, denn es ist weiß lackiert. Die helle Fläche ist glatt aber matt. An der vorderen Position des Deckels,(akku sony vgp-bps2b) die beim Öffnen von Händen berührt wird, wird das Aluminium von weißem Kunststoff unterbrochen. Diese Fläche ist unempfindlicher gegen Kratzer.
Die Oberfläche der Arbeitsumgebung eignet sich gut als Arbeitsmaschine. Sony hat auf glänzende Flächen jeder Art verzichtet. Das matte Silber mit den deutlich hervorstechenden weißen Tasten bildet einen angenehm nüchternen Kontrast.
Bei den Anschlüssen nutzt Sony(akku sony vgp-bps2c) die zur Verfügung stehende Breite voll aus. Der 13.3-Zoller besitzt ein DVD-Laufwerk, weshalb nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht. Alle Anschlüsse finden wir rechts, links oder frontseitig. Die Rückseite bleibt voll und ganz der Batterieeinheit vorbehalten.
Die Anordnung der Steckplätze erscheint sinnvoll: VGA direkt neben HDMI auf der linken Seite. So stören keine dicken Kabel bei der Nutzung einer Rechtshänder-Maus. Links-Navigierer haben allerdings das Nachsehen, denn HDMI-, VGA- und FireWire-Port versperren die Position links neben der Handauflage. Dies gilt natürlich nur für den Fall, wenn dort auch Kabel angeschlossen sind. Ein bisschen knapp könnte es auf der rechten Seite werden, wenn Nutzer dort einen breiten USB-Stick anschließen. Die Schublade des optischen Laufwerkes kann sich zum Beispiel nicht mehr öffnen, wenn wir einen USB-Surf-Stick anstecken.
CardReader (SD und HG Duo) sowie die Audio-Ports befinden sich im vorderen Bereich. Anschlüsse an der Rückseite wären, wie bei jedem Notebook, für den Einsatz am heimischen Schreibtisch besser.(sony akku vgp-bps13a/b) Die Anbringung eines tief sitzenden Displays wäre auf diese Weise aber nicht machbar gewesen.
Das VPCS11M1E/W ist auf der Bodenplatte mit einem Docking-Port ausgerüstet. Hier kann eine Docking-Station VGP-PRS10 angesetzt werden. Diese Basis-Station repliziert die Anschlüsse und verhindert das Kabel-Chaos auf dem Schreibtisch. Nutzer müssen damit nicht mehr ihre Peripherie Stück für Stück an das S11 anschließen. Die VGP-PRS10 kostet 170 bis 200 Euro. Sie macht das Netzteil des S11 obsolet und bringt 4 USB-, RJ-45- (LAN), VGA- (D-Sub) und DVI-Steckplätze (24-polig) mit.
Eingabegeräte
Tastatur
Sony hat ein gelungenes Keyboard in das VPC-S11M1E/W einsetzen lassen. Die Tasten im Isolation-Look haben einen großen Abstand zueinander und haben fast auf der ganzen Fläche festen Boden unter den Füßen. Lediglich auf Höhe der Enter-Taste, also über dem optischen Laufwerk, gibt das Tastenfeld ein wenig nach.(akku sony vgp-bps13a/q) Den Druckpunkt und den Tastenhub empfinden wir als sehr gelungen. Diese Eingabe ist für Vielschreiber zu empfehlen.
Touchpad
Das Touchpad befindet sich fast auf gleicher Höhe wie die Handballenauflage. Der Cursor bewegt sich zielgenau über den Desktop, wenn wir über die glatte Fläche gleiten. Eine schmale Kante trennt die sensitive Fläche von der Handablage. Das ist gerade deutlich genug, um blind die Touch-Fläche zu erkennen. Das Pad ist nicht per Fn-Taste abschaltbar. Es handelt sich um ein Multi-Touch Pad (Synaptics V7.4). Dieses erkennt den Einsatz von zwei Fingern, wodurch Zwei-Finger-Gesten möglich sind. Damit kann der Nutzer, zum Beispiel im Word-Dokument, vergrößern oder verkleinern oder nach unten oder oben scrollen. Wen die Gestenerkennung stört, der kann die Multi-Touch Eigenschaften deaktivieren.
Display
Sony verbaut eine 13.3-Zoll Anzeige (33.8 cm), die in 1.366 x 768 Pixeln auflöst (16:9). Das nicht entspiegelte Panel (Typ unbekannt) kann uns nicht überzeugen. Die Helligkeit ist Durchschnitt, die Kontraste sind gering und der Farbraum ist äußerst klein.
Die Auflösung ist passend für den Einsatzweck. Für dauerhafte Büroarbeiten mit mehreren Fenstern ist das 13.3-Zoll TFT zu klein. Zwei Bildschirmfenster mit viel Inhalt passen nur mühsam nebeneinander. Mit einem Schwarzwert von 0.96cd/m² errechnen wir einen Kontrast von 203:1. Ein höherer Kontrast würde knackigere Farben bedeuten. Farben wirken auf der Anzeige eher fahl und blass als knackig und frisch. Die Glare-Anzeige täuscht das Auge jedoch und gibt den Farben eine gewisse Brillanz zurück.