Test mySN XMG8.c (Clevo X8100) Notebook
MYSN hat mit dem XMG8.c einen bulligen 18.4-Zöller im Angebot,(Dell Inspiron 1300 Akku) der sich dank potenter Hardware als Desktop-Replacement qualifizieren soll. Spannend war dabei vor allem die Frage, ob Nvidias GeForce GTX 285M (SLI) mit der starken ATI Konkurrenz in Form von Radeon HD 4870 (X2) und HD 5870 konkurrieren kann.
MYSN zielt mit dem XMG8.c auf Kunden ab, die es leid sind, einen großen PC-Tower neben dem Schreibtisch zu haben, jedoch gleichzeitig nicht auf die nötige Leistung verzichten möchten. Diese Kombination hat natürlich ihren Preis und so startet das XMG8.c bei stattlichen 1777 Euro.
Für diese Summe erhält man ein rund 440 x 300 x 70 mm (Breite x Tiefe x Höhe) großes und 5.6 kg schweres Gehäuse von Clevo (X8100), dessen 18.4-zölliges Display mit 1920 x 1080 Bildpunkten auflöst.(Akku Dell Inspiron 1501) Als Grafikkarte verrichtet normalerweise eine einzelne GeForce GTX 285M ihren Dienst. Zum Aufpreis von knapp über 300 Euro kann allerdings auch ein SLI-Verbund zweier GeForce GTX 285M konfiguriert werden. Beim Prozessor stehen mit dem Core i7-720QM, i7-820QM und i7-920XM die drei aktuell schnellsten mobilen Vierkerner zur Wahl. Die mögliche Arbeitsspeichermenge des eingesetzten DDR3-RAMs reicht indes von zwei bis zu acht GByte.
Ungewöhnlicher sind da schon die Konfigurationsmöglichkeiten der Festplatte(n).(Akku Dell Inspiron E1505) Im Gehäuse des XMG8.c finden nämlich bis zu drei Festplatten Unterschlupf. Dabei kann nach eigenem Gutdünken zwischen den verschiedensten Kombinationen gewählt werden: Drei SSDs, drei HDDs oder eine SSD sowie zwei HDDs und umgekehrt - alles ist möglich. Zusätzlich werden die Festplatten bei Bedarf sogar in den RAID-Verbünden 0, 1 oder 5 eingerichtet. Weniger aufregend ist hingegen die Entscheidung beim optischen Laufwerk: DVD-Brenner, Blu-Ray-Laufwerk und Blu-Ray-Brenner sind inzwischen fast schon Standard. Ein Bluetooth-Modul ist in jedem Fall integriert, WLAN sowie eine TV-Karte kosten extra. Als Betriebssystem stehen alle Varianten von Windows 7 zur Verfügung, die Garantiezeit beträgt demgegenüber zwei bis vier Jahre.
Unser Testgerät mit Core i7-920XM,(Dell Inspiron 1520 Akku) 4 GByte RAM, 64 GByte SSD plus zwei 500 GByte HDDs im RAID 0-Verbund (7200 U/Min), GeForce GTX 285M SLI, Blu-Ray-Brenner, WLAN und Windows 7 Home Premium 64bit stellt nahzu die Vollausstattung dar und kam zum Zeitpunkt des Testes auf deftige 3576 Euro.
Gehäuse
Als Gehäuse findet das X8100 Barebone von Clevo Verwendung.(Dell Inspiron 1420 Akku) Dieses erinnert frappierend an das M980NU Barebone, das wir beispielsweise schon in Form des Cyber-System QX18 im Test hatten.
Das wuchtige Gehäuse eignet sich aufgrund eines Gewichts von 5.6 kg kaum zum Transport, sondern prädestiniert das XMG8.c als stationäres Desktop-Replacement. Von der Formgebung her gibt sich das schwarze XMG8.c eher kantig und lässt im ausgeschalteten Zustand bis auf silberne Umrandungen jegliche Akzente vermissen. Einzig die hochglänzenden Oberflächen machen eher negativ auf sich aufmerksam,(Dell Vostro A860 Akku) nehmen doch nach kurzer Zeit Staub und Fingerabdrücke überhand. Schaltet man das Notebook ein, sorgen diverse Beleuchtungselemente für ein durchaus stylishes Auftreten. So leuchten sowohl die Lüfteröffnungen auf der Vorderseite als auch die berührungsempfindliche Multimedialeiste, die acht sogenannten „GamingKeys“, die Powertaste, das Logo auf dem Displaydeckel sowie der Touchpadrahmen in der vom Nutzer vorgegebenen Farbe. Über eine Tastaturbeleuchtung verfügt das XMG8.c leider nicht. Zudem können die Beleuchtungselemente insgesamt nicht ganz so begeistern wie bei Alienwares Gaming-Notebooks M11x, M15x und M17x.
An Verarbeitung und Stabilität gibt es, zumindest an der Baseunit, kaum etwas auszusetzen.(Dell Studio XPS 13 Akku) Bis auf den Bereich des optischen Laufwerks gibt sich das Gehäuse sowohl an der Unter- als auch an der Oberseite sehr verwindungssteif. Das Display lässt sich hingegen auf Außen- und Innenseite spürbar durchdrücken, so dass Bildstörungen provoziert werden können. Die Scharniere erledigen schließlich eine tadellose Arbeit, zwingen das Gehäuse nichtsdestotrotz zu einem deutlichen Mitschwingen.
Ausstattung
Anschlussausstattung
Angesichts des überschwänglichen Platzangebotes fällt die Anschlussausstattung sehr umfangreich aus. Während sich auf der Rückseite lediglich der Eingang zur Stromversorgung befindet, geben sich die Seitenflächen reichhaltig bestückt. Die linke Seite beginnt mit dem digitalen Bildausgang DVI. Es folgen zwei USB 2.0-Ports, RJ-45 Gigabit-LAN, HDMI, ein ExpressCard Einschub,(Akku Toshiba PA3399U-2BRS) ein 7-in-1-Kartenleser und ein Firewire-Port. Ungewöhnlich: Auf der linken Seite befindet sich ein zweiter HDMI-Anschluss mit der Aufschrift HDMI-in. Die rechte Seite verfügt über vier etwas ungünstig positionierte Soundanschlüsse, die im Falle einer entsprechenden Anlage auch ein vollwertiges 7.1-Signal ausgeben können. Daneben sitzen ein Antenneneingang für die (optionale) TV-Karte, eine eSATA/USB 2.0-Combo und ein vierter USB 2.0-Port. Den Abschluss bildet ein Kensington Lock.
Ansonsten bietet das XMG8.c noch eine 2.0 Megapixel Kamera und einen Fingerabdrucksscanner. Drahtlose Verbindung erhält man indes über Bluetooth oder das (optionale) WLAN. Die Anordnung der Anschlüsse hat uns im Großen und Ganzen überzeugt,(Toshiba pa3534u-1brs akku) die gebotene Bandbreite ist gleichfalls mehr als großzügig bemessen.
Softwareausstattung und Zubehör
Bei der Softwareinstallation hat sich mySN sehr zurückgehalten und liefert eine äußerst saubere Installation aus, die ohne nervigen und ressourcenfressenden Ballast auskommt. Im Verpackungskarton liegen neben einem Handbuch und einer Treiber- & Software-CD zudem noch Datenträger mit PowerDVD 9 und Nero 9 Essentials.
Eingabegeräte
Tastatur
Durch die acht „GamingKeys“,(akku HP pavilion dv6000) die sich im linken Bereich der Baseunit befinden (und dort etwas verloren wirken), fällt die Eingewöhnungszeit unnötig schwer, da man sich bei der Tastatureingabe nicht wie sonst üblich am Notebookrand orientieren kann. Auf diese Weise tippt man besonders in der Anfangszeit häufig daneben. Ansonsten überzeugte die im Chiclet-Design gehaltene Tastatur mit einer ordentlichen Tastengröße, einem relativ klaren Anschlag und einem durchdachten Layout. Das klapprige Tastengeräusch wollte uns dagegen so gar nicht gefallen. Zudem gab die Tastatur mittig leicht nach. Der kurze Tastenhub ist unterdessen eher Geschmackssache, dem Tester hat er allerdings sehr zugesagt.
Touchpad
Das Touchpad verfügt über eine passable Größe und liefert trotz der vermeintlich glatten Hochglanzoberfläche nur mäßige Gleiteigenschaften. Da bis auf eine beleuchtete Umrandung zudem jegliches Feedback fehlt, gestaltet sich die Orientierung oftmals schwierig. Des Weiteren war uns das Touchpad zu weit links positioniert, was insbesondere bei der WASD-Benutzung in Spielen mitunter fatale Folgen haben kann (Fehlschuss). Glücklicherweise lässt sich das Touchpad per Fn-Tastenkombination deaktivieren. Dafür gab es bei Zuverlässigkeit und Präzision keinerlei Auffälligkeiten. Die beiden Maustasten gehen von ihrem Druckpunkt in Ordnung, könnten trotzdem etwas knackiger auslösen.